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Bahr kündigt eigene Akzente als Gesundheitsminister an

Berlin (dpa) - Der neue Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will als Nachfolger von Philipp Rösler keinen neuen Kurs fahren, aber eigene Vorstellungen umsetzen. «Eine gute Gesundheitspolitik ist für die Menschen wesentlich», sagte Bahr am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. «Ich freue mich, den erfolgreich eingeschlagenen Weg als Minister mit eigenen Akzenten fortzuführen.» Weitere Angaben machte er zunächst nicht.

Bei der Übernahme seines Amtszimmers zeigte Bahr Tatendurst. Ein gesunder Apfel lag parat, als er sich strahlend an seinen Schreibtisch mit Blick über die Dächer der Berliner Friedrichstraße setzte - auf den Platz, den sein Parteifreund Rösler wegen des Wechsels ins Wirtschaftsressort geräumt hatte.

Die Erwartungen an den 34-jährigen bisherigen Staatssekretär sind groß. Der Vorsitzende des Ersatzkassenverbands, Thomas Ballast, betonte mit Blick etwa auf die geplante Pflegereform: «Es stehen nun erneut wichtige gesundheitspolitische Entscheidungen an.» Der hessische Sozialminister und Chef der Gesundheitsministerkonferenz, Stefan Grüttner (CDU), zeigte sich überzeugt, dass Bahr Zusagen seines Vorgängers zu geplantem Gesetz für eine bessere medizinische Versorgung einhalte. Der Präsident der Krankenhausgesellschaft, Rudolf Kösters, sagte, die Krankenhäuser sähen in Bahr einen engagierten Minister, der Sorgen und Nöte der Kliniken kenne.

Zuvor hatte Bundespräsident Christian Wulff den designierten FDP-Vorsitzenden Rösler zum neuen Wirtschaftsminister und Bahr zum Ressortchef für Gesundheit ernannt.